Category Archives: Wahlkampf

Bericht “Jung sein in Würzburg”

Die Mainpost berichtet heute über das StadtGespräch im Wohnzimmer:

„Jugendpolitik muss von der Basis kommen,“ sagte Michael Weis. Der 27-Jährige ist Vorsitzender des Stadtjugendrings (SJR) und hat eine Idee, wie man Kindern und Jugendlichen vor politischen Entscheidungen mehr Gehör verschaffen könnte: 25 repräsentativ ausgewählte junge Leute könnten als eine Art Jugendbeirat unter pädagogischer Anleitung wichtige Projekte aus ihrer Sicht begutachten und dem Stadtrat eine Entscheidungshilfe geben.

Hier der komplette Bericht der Mainpost: http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Jugend-soll-Projekte-begutachten;art735,7771420

 

Die von mir vorgetragene Idee für eine neue Form der Jugendbeteiligung in Würzburg nennt sich übrigens “Youth Citizens’ Jury” oder “Planungszelle”. Als Stadtjugendring prüfen wir momentan verschiedene Fördermöglichkeiten, um Drittmittel für einen möglichen Testlauf im kommenden Jahr akquirieren zu können. Sympathisch an diesem Form der Jugendbeteiligung sind mir dabei mehrere Punkte:

  • Die für die Planungszelle ausgewählten Jugendlichen (in der Literatur wird häufig die Zahl 25 genannt) bilden einen repräsentativen, da zufällig ausgelosten, Querschnitt der jungen Bevölkerung ab, wodurch sich auch ihr Mandat begründet. Beteiligungsformen, bei denen sich vor allem wortstarke Gymnasiastinnen und Gymnasiasten äußern, halte ich hingegen demokratisch gesehen für schwierig.
  • Die von den Jugendlichen erstellten Gutachten können sich dabei entweder mit stadtweit (jugend-)relevanten Themen oder auch mit Sachverhalten aus der direkten jugendlichen Lebenswelt in den einzelnen Stadtteilen befassen. Durch diese thematische Begrenzung entsteht ein konkretes Endprodukt, an dem sich die Politik messen kann. Jugendliche  – zynisch ausgedrückt – mal für ein paar Stunden in den Ratssaal zu setzen, sie “um des Diskutierens Willen” über Gott und die Welt diskutieren zu lassen und sie dann wieder ohne Ergebnis nach Hause zu schicken – scheint mir demgegenüber wenig sinnvoll.
  • Die erarbeitete Position der Planungszelle kann dem Stadtrat direkt als Empfehlung oder Beschlussvorlage dienen. Anders als bei anderen “Schein-”Beteiligungsformen verpuffen die geäußerten Wünsche der Jugendlichen hier nicht im politischen Nirwana, da der politische Auftrag zur Gutachtenerstellung direkt von der Kommune kommt.
  • Es handelt sich um ein zeitlich begrenztes und somit überschaubares Engagement, was somit trotz Schul- bzw. Berufsstress wahrgenommen werden kann und durch den politischen Auftrag aus der Kommune eine direkte öffentliche Würdigung erfährt. Die Jugendlichen werden durch eine politisch unabhängige Organisation, welche die notwendige “Zuarbeit” leistet,  (hier bietet sich m.E. freilich der Stadtjugendring als Körperschaft des öffentlichen Rechts an) pädagogisch und inhaltlich begleitet.

Weitere Infos zur Planungszelle finden sich unter http://citizensjury.wordpress.com/ sowie unter http://citizensjury.wordpress.com/2013/09/02/evaluation-der-citizens-jury-mit-jugendlichen/

 

 

Share

Kommentare deaktiviert

Filed under Jugendarbeit, Jugendbeteiligung, Wahlkampf

StadtGespräche – Junges Würzburg

Kommenden Montag, den 4.11.2013, diskutiere ich mit Muchtar Al-Ghusain, Würzburger OB-Kandidat für Grüne und SPD, und anderen Gästen über das Thema “Junges Würzburg: Lernen. Feiern. Wohnen – Ist Würzburg gut genug für Dich?“. Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Wohnzimmer (Tiepolostraße / Ecke Sanderstraße) statt. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder die andere vorbei schaut. Ich freue mich jedenfalls, dass Muchtar Al-Ghusain dem Thema “Jugend” einen so großen Stellenwert einräumt und bin gespannt auf die Diskussion.

Hier der Link zur Veranstaltungsreihe: http://mag-wuerzburg.de/stadtgespraeche/

Share

Kommentare deaktiviert

Filed under Wahlkampf